From anonymous, 6 Years ago, written in Plain Text.
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  1. Sein jüngster Sohn, der unvergeßliche Zwerg Benjamin, hatte sich, im Gebiet um
  2. Starnberg, um den Müll oder Schutt zu kümmern und wurde aufgeräumt Ben, der
  3. Schüttler, genannt; aber infolge eines bürokratischen Versehens im Rathaus
  4. wurde das „ü“ durch ein „i“ ersetzt, ein „t“ wurde wahrend des Siebenjährigen
  5. Krieges fallengelassen, während das „c“ in den Nachwehen eines Pogroms
  6. verlorenging, woran, nicht überraschenderweise, seine englischsprachige Ehefrau
  7. Rebecca Anstoß nahm. Als die Shitlers sich in Ambach aufs Altenteil
  8. zurückgezogen hatten, ihrem Hobby, dem Forellenräuchern, nachgingen und die
  9. frohe Kunde der Emanzipation sie erreicht hatte, schickte sie Benjamin zum Amt
  10. für Germanisierung von Eigennamen, um etwas angemessen Wohlklingendes zu
  11. erstehen. Hohenzol- lern oder Beethoven hätten ihm zugesagt, aber die waren
  12. nicht für den öffentlichen Gebrauch bestimmt. Rosenduft oder Bosenkranz waren
  13. zu teuer. „Wieviel Geld haben Sie?“, fragte der Beamte. „Zwei Heller“,
  14. antwortete er. „Für zwei Heller“, sagte der Beamte, ein Antisemit, „kann ich
  15. nur eins für Sie tun, Herr Shitler, das ,s‘ streichen.“